Französische Lebensmittelsicherheit
 

Frankreich: Weltweit führend in der Wiederkäuergenetik

Ein Big Player beim Export genetischer Materialien

©Gènes Diffusion

Frankreich ist dank der Qualität und der gesundheitlichen Garantien der Produkte einer der größten Exporteure genetischen Materials - sowohl auf europäischer Ebene als auch international. Mehr als 80 Länder auf allen 5 Kontinenten greifen auf französisches Erbgut zurück.

Die französischen Maßnahmen zur Auswahl und zur genetischen Optimierung ermöglichen es, auf dem internationalen Markt Zuchttiere höchster Qualität und vorbildhafter gesundheitlicher Qualität anzubieten.

Die Rassenvielfalt zusammen mit den verschiedenen Ergebnissen nach Prüfen der Zuchttiere ermöglicht es jedem Züchter, entsprechend seinen Anforderungen das richtige Genmaterial aus verschiedenen Produkten zu finden: Färsen, Stiere, Sperma, Embryonen.

  • Frankreich verkauft jedes Jahr bis zu 50 000 Zuchtrinder, mehr als 2 Millionen Samenproben und mehrere Tausend Embryonen.
  • Im Jahr 2006 wurden Rindersamen in 63 Länder exportiert, davon 42 Drittländer. Die Bedeutung des Exports in Nicht-EU-Staaten wächst jedes Jahr.
  • Der Export-Umsatz der französischen Genetikbranche beträgt fast 10 Millionen Euro


Große Rassenvielfalt, die zu den besten weltweit gehören

©Christophe MAITRE / INRA

Frankreich ist die Heimat vieler anerkannter Rassen, die weltweit zu den besten gehören. Es besitzt aufgrund einer riesigen Vielfalt von Produktionssystemen den weltweit größten Bestand dieser Rassen sowohl in absoluten Zahlen als auch in der Verschiedenheit der Tierarten.

Mit 30 Rinderrassen, 50 Schafrassen und 10 Ziegenrassen ist die französische Zuchtbranche außergewöhnlich vielseitig.

  • 4,2 Millionen Fleischrinder, das heißt der größte Fleischviehbestand in Europa
  • 3,8 Millionen gemischter oder spezialisierter Milchkühe
  • 6 Millionen Schafe für eine Vielzahl natürlicher Umgebungen
  • und 850 000 Milchziegen.

Rassen internationaler Bedeutung und Rassen, die sich den in einigen Ländern dieser Erde manchmal schwierigen Futter- und Klimabedingungen anpassen können, werden im Ausland geschätzt.

  • Bei den Rindern zum Beispiel: das Holstein-Rind, das Charolais- und das Limousin-Rind werden in mehr als 80 Ländern gehalten. 39 Länder importieren Färsen oder Samenproben der Montbéliarde-Rasse . Die Blonde d’Aquitaine wird reinrassig oder in Kreuzungen ebenso in mehr als 25 Ländern gehalten wie das Normande-Rind, vor allem in Südamerika.

Frankreich ist in der EU führender Produzent von Rindfleisch und zweitgrößter Produzent von Kuhmilch (1,5 Millionen Tonnen Schlachtkörper und 22,3 Milliarden Liter Milch im Jahre 2007). Ebenso werden 1,4 Millionen Rinder und 765 000 Lebendschafe exportiert ... Diese Zahlen belegen die Leistungsfähigkeit und Qualität der Rassen und des französischen Genmaterials.



Immer leistungsfähigere Tiere

©Gènes Diffusion

Die Qualität der Selektionsprogramme und der zur Einsamung vorgeschlagenen Stiere hat sehr bedeutende Fortschritte im genetischen Bereich ermöglicht. Dank der gemeinsamen Anstrengung der Berufsverbände und der öffentlichen Forschung führen die französischen Verbesserungsmaßnahmen des genetischen Materials zu einer ständigen Leistungssteigerung der Herden.

Durch eine Auswahl ausgewogener Kriterien wird der genetische Fortschritt durch die französischen Programme der bedeutendste Verbesserungsfaktor der Zuchtproduktivität: Kostenbeherrschung, Erhöhung der Produktivität, längeres Leben der Tiere, ohne die Haltung intensivieren zu müssen.

  • Die durchschnittliche Produktivität der einzelnen Milchkühe hat sich seit 1950 mehr als verdreifacht. Der jährliche genetische Fortschritt bei den drei wichtigsten Rassen beträgt 70 bis 110 kg pro Laktation.
  • Bei Fleischrindern beträgt der durchschnittliche Zugewinn an Lebendgewicht beim Absetzen ungefähr ein Kilogramm pro Jahr

Möchten Sie nähere Informationen zu Ergebnissen und Leistungsfähigkeit der französischen Selektionsprogramme? Laden Sie das folgende PDF herunter:

  • Die Schlüsselzahlen 2007 der französischen Genpolitik, Version in FR ou EN.

Die exzellenten Ergebnisse der französischen Genetik werden jedes Jahr international bestätigt:

  • Regelmäßig werden die besten französischen Zuchtmännchen als Spender in den Selektionsprogrammen zahlreicher Länder ausgewählt.
  • Die französischen Tiere finden sich immer in den von Interbull veröffentlichten Siegerlisten (Referenzstelle zur weltweiten Harmonisierung der genetischen Beurteilung von Rindern). Bei der internationalen Bewertung im Jahre 2006 waren 37 % der Holstein-Stiere mit mehr als 150 ISU-Punkten (Referenzindikator bei Milchrindern) französisch - das heißt in diesem Fall die relative Mehrheit.


Ergänzende Links

Französische Genetik und Aufzucht (FGE)
Nationales agronomisches Forschungsinstitut, Abteilung Tiergenetik
Institut zur Aufzuchtforschung
Nationaler Verband der Aufzucht- und Besamungsbetriebe (UNCEIA)